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Interview Maria Camele zum Thema «Gesund älter werden“

  • sandroflorin4
  • 13. Dez. 2022
  • 5 Min. Lesezeit








Mit unserem Projekt möchten wir Menschen der Zielgruppe 50 plus motivieren, gesund älter zu werden, aufbauend auf den Bereichen „Ernährung, Bewegung und Regeneration“. Wir leben dieses Prinzip auch selbst vor und sehen, dich, Maria Camele als grosses Vorbild wie man es langfristig nachhaltig und erfolgreich umsetzt.



Maria, wie schaffst du es, körperlich und geistig nach wie vor so fit zu bleiben kombiniert mit einer so grossartigen Ausstrahlung?


Vor allem mit Disziplin, das beginnt schon am Morgen beim Aufstehen mit meinen ersten Übungen und der Dankbarkeit, dass ich gesund bin und es mir gut geht. Jeden Morgen trinke ich dann ein Glas Wasser mit etwas Olivenöl und Zitrone.


Natürlich hat man nicht immer Lust auf die Bewegung und die Übungen, aber dann sage ich mir „komm Camele, auf geht’s“. Auch wenn es regnet, bin ich unterwegs, das ich kein Hindernis. Und wenn man dann trotzdem sein Programm absolviert hat, ist man sehr zufrieden und fühlt sich wohl. Zudem bin ich sehr dankbar, dass keine körperlichen Einschränkungen habe und ich absolut schmerzfrei leben darf.



Welche Elemente sind dir bei der Ernährung wichtig?


Natürlich ist eine gesunde Ernährung auch sehr wichtig. Ich achte auf gesunde, frische und regionale Produkte. Ich lege Wert auf qualitativ gute Öle, vor allem Olivenöl, zwischendurch auch Raps- oder Leinöl (Omega 3).


Am Morgen ein gesundes Frühstück, zurzeit ein Müesli mit verschiedenen Früchten (Datteln, Stangensellerie, Apfel), Eiweiss, Leinsamen, Nüssen. Dazu eine Tasse Kaffee.

Am Vormittag meistens eine Kanne Tee, da wechsle ich ab. Ich achte darauf, dass ich bis am Mittag 1 Liter Flüssigkeit zu mir nehme. Ich trinke auch regelmässig Mineralwasser damit ich genügend Mineralien zu mir nehme. Bis am Abend komme ich dann auf mindestens 2 Liter Flüssigkeit.

Am Mittag achte ich immer darauf, dass ich viel Gemüse und Salat (nur mit Öl und Essig) esse. Genügend Eiweiss aber nicht zu viel Fleisch. Wenn Fleisch, dann auf tiergerechte und regionale Haltung achten und Rindfleisch bevorzugen, auch Trockenfleisch. Etwas Kohlenhydrate am Mittag aber nicht zu viel (Pasta, Reis). Salat und Früchte (Rohkost) ab dem Nachmittag meiden da der Verdauungsprozess aufwendig ist und teilweise viel Säure gebildet wird. Ab 14.00 Uhr sollte nichts mehr roh gegessen werden.

Am Abend vielfach Kartoffeln und Gemüse. Kartoffeln sind gesund, haben wenig Kalorien und sind basisch und bringen Säure/Basen wieder ins Gleichgewicht. Manchmal auch Kohlenhydrate (Pasta oder auch Reis), aber nur wenig. Dazwischen auch frischen Fisch aus dem Zürichsee.



Das Thema Bewegung nimmt bei dir einen hohen Stellenwert ein, wie sieht so eine normale Woche in Bezug auf Bewegung bei dir aus?


In der Regel gehe ich an 5 von 7 Tagen laufen mit Nordic Walking Stöcken (eine Strecke von rund 5 km). Das ist eine Tour mit einigen Höhenmetern damit ich mich aufwärts etwas mehr anstrengen muss und die Stöcke für meine Armkraft einsetzen kann, zwischendurch aber auch ohne Stöcke. Das Tempo und die Route variiere ich dann je nach Zeit, Wetter und Lust. Bei gutem Wetter und ausreichend Zeit mache ich auch 2 Runden. Ich achte aber darauf, dass ich mich regelmässig etwas anstrenge und Herz-/Kreislauf sowie Puls anrege. Ebenso achte ich auf eine gute Haltung beim Gehen. Ich empfehle allen, die Schritte zu zählen und zu messen, das motiviert.


Einmal pro Woche (1 ½ Stunden) nehme ich am Stadtwalk von Rapperswil teil. Auf einem Rundkurs durch Rapperswil bewegt man sich in der Gruppe und macht verschiedene Übungen für Gleichgewicht/Koordination, Dehnen, Kräftigung und bleibt stets in Bewegung.


Ein bis zweimal pro Woche bin ich auch bei meiner Tochter im Training mit Schwerpunkt Kraft und Ausdauer. Am Anfang stets 15 Minuten auf dem Rudergerät, das eine gute Kombination von Kraft und Ausdauer ist. Anschliessend dann verschiedene Kraft- und Ganzkörperübungen je nach Programm. Auch hier bin ich mindestens eine Stunde im Einsatz.


Nach wie vor bin ich auch mit dem Fahrrad (ohne Unterstützung) unterwegs für Einkäufe und kurze Strecken.


Wie bleibst du geistig so fit?


Als ehemalige Buchhändlerin lese ich natürlich nach wie vor viel, aber weniger als früher. Das hat auch damit zu tun, dass meine Augen nicht mehr so erfreut sind, wenn ich stundenlang lese. Ich interessiere mich nach wie vor für alle wichtigen Themen auf der Welt. Wichtig sind aber positive Dinge, welche mich aufbauen. Gerne höre oder sehe ich interessante Vorträge, zurzeit über Gehirn und Bewegung. Auch schaue ich fern aber meistens den italienischen Sender damit ich sprachlich fit bleibe, aufmerksam bin und manchmal auch ein Wort überprüfen muss, das ist für mich auch geistiges Training.



Regeneration ist auch ein wichtiges Thema, wie entspannst und erholst du dich von deinen körperlichen und geistigen Aktivitäten?


Entspannungs- und Atemübungen, auch aus der Yogapraxis von Maria. Leichtes Stretching hilft mir auch bei der Regeneration. Ich schlafe nach wie vor recht gut. Manchmal schlafe ich nicht so gut ein. Dann nehme ich etwas Honig oder Schüsslersalz. Sonst hilft auch ein Gebet. Insgesamt zu 80 % schlafe ich aber gut bis sehr gut. Ich darf nicht zu früh ins Bett gehen. Sonst erwache ich dann nachts oder zu früh am Morgen.



Du praktizierst seit langer Zeit, und bevor es zum Megatrend wurde, Yoga und hast auch viele Kurse bei Maria besucht – was bedeutet Yoga für dich?


Früher als alleinerziehende Mutter mit 3 Kinder hatte ich natürlich viel weniger Zeit als heute. Ich habe aber schon da auf eine gesunde Ernährung, positive geistige Haltung und Bewegung im Alltag (alles zu Fuss oder mit dem Fahrrad) geachtet und war stets gesund. Yoga hat einen hohen Stellenwert und hat mir viel auf meinem Lebensweg gegeben. Ich habe mit 25 Jahren angefangen, Yoga zu praktizieren. Ein Arzt in Thalwil hat mir geraten, Yoga zu praktizieren (am Anfang gegen Kopfschmerzen und Nackenverspannung). Zu dieser Zeit musste man die Yogalehrer noch suchen und ich bin dann bei Yesudian in Zürich gelandet, wo ich dann später auch Maria kennen lernte. Später, vor etwas mehr als 20 Jahren besuchte ich dann die Kurse bei Maria und freue mich auch heute noch, wenn ich an einem Kurs bei ihr teilnehmen kann. Ich kann Yoga nur allen weiter empfehlen für Körper, Geist und Lebenshaltung.



Welche Tipps würdest du Menschen, welche sich mit dem Thema befassen und langfristig gesund älter werden wollen, mitgeben?


In erster Linie Disziplin und nochmals Disziplin. Dann mit Freude möglichst täglich bewusst und dankbar daran arbeiten. Engagement, Dankbarkeit und Freude.


Weitere Ratschläge – farbige Kleider tragen, Pflege und Aussehen, Diäten vermeiden, schöne Musik hören, sich immer auf etwas freuen und anderen Freude bereiten, wenig Medikamente, 2 x pro Woche Yoga.




Text mein Kopf – mit diesem Text schreitet man bewusst und aufrecht durch die Welt:


- Mein Kopf wird von einem Turm getragen, er besteht aus Bandscheiben und Wirbelkörpern. Die Fortsätze der Wirbelsäule sind frei, sie wehen wie Fähnchen im Wind. 100 Gelenke in der Wirbelsäule, sie entscheiden sich für die Lockerheit. Luftbläschen kribbeln die Vorderseite der Wirbelsäule bis nach oben. Jede Bewegung wird von Raum getragen. Ich spüre die Atmung in den Füssen, wie Luftkissen Boote federn sie sanft meine Schritte ab. Meine Gedanken ruhen, meine Zellen sind zufrieden. Halleluja dringt es durch meine Körper Räume.



Dürfen wir dich nach dem Alter fragen?


Ich bin Jahrgang 1938, rechnen könnt ihr selbst.


Maria, vielen Dank



Maria und Sandro, im Dezember 2022

 
 
 

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